Die folgende Zeit

Die folgende Zeit

 

Am Montag war die Dance – Lehrerin immer noch nicht wieder da (oder sie hatte mit dem Musical Chicago zu tun) und so ging ich mal wieder in die Buecherei anstatt hart zu trainierenJ
In Musik sprachen wir ueber die vielen verschiedenen (meistens italienischen) Fachbegriffe, danach bekamen wir noch eine Aufgabe, die der im Examen aehnlich sein wuerde.
In Adventure Education besprachen wir das Thema fuer den naechsten Tag; Abseiling. Ich konnte mir nicht wirklich was darunter vorstellen und war so sehr gespannt.
Tom kannte den Ort – Blackman’s Bay- wo wir das Abseiling machen wuerde und meinte, es seien Kliffs direkt am Wasser.
Am Dienstag in der 1. Stunde hatte ich Drama und wir bekamen ein Skript, was wir zu 6. spielen sollten. So geschah es;-)
Danach ging es mit dem Schulbus zum Blackman’s Bay. Es war wirklich direkt am Wasser.

 

Abseiling

 

Zuerst zeigte uns Pat, wo wir normalerweise wieder nach oben kommen wuerden, nachdem wir uns abgeseilt haben wuerden, doch an dem Tag war es wohl zu rutschig und nass auf den Felsen und so hatten wir die Moeglichkeit ein paar Meter von der Stelle wo wir uns abseilten wieder hochzuklettern. (Natuerlich mit Sicherung, denn obwohl es nicht senkrecht nach oben ging, war es nicht so einfach wie es aussah, nach oben zu klettern, wie sich spaeter herrausstellen sollte.)
Kurz bevor es losging wurden noch die Sicherheitsregeln besprochen.
Ich war in der Mitte dran und als ich fertig gesichert oben am Felsen stand und runtersah, dachte ich nur so etwas wie: Ach du s.... Ich sah Felsen...weit unten auf dem Boden und ansonsten nichts, weil die Wand senkrecht abfiel. Ich hatte also die Moeglichkeit auf die Felsen oder ins Wasser zu fallen ...oder halt mit den Fuessen an der Wand runterzugehen...
Die ersten Schritte waren sehr unsicher, doch dann ging es. Es war echt lustig!
Ploetzlich ertasteten meine Fuesse aber leider keine Felswand mehr; Aus dem Grund, weil die senkrecht aussehende Felswand nicht mehr senkrecht war, sondern eine Art Aushoelung bildete.(Siehe Fotos SVZ)
Ich seilte mich weiter ab (was blieb mir anderes uebrig?) und hing ein bisschen hilflos in der Luft rum.
Ich dachte schon, ich haette etwas falsch gemacht, doch schon ziemlich weit unten sass ein aelterer Schueler auf dem Felsen und versuchte mir Tipps zu geben, die ich leider nicht verstand, weil er mit extremst breitem Aussie Akzent sprach.
Unten auf den Felsen stand noch eine aeltere Schuelerin, die mich letztendlich auf die Felsen zog und mir erklaerte, dass ich nichts falsch gemacht haette, sondern dass das einfach nur die schwerere Route waere.
Kurz darauf machte ich mich wieder auf den Weg nach oben.
Dort angekommen, fragten mich die anderen, wie es denn gewesen sei und ich antwortete wahrheitsgemaess, es war total super!Ein paar Jungs, sonst immer suuupe cool waren extremst deprimiert dadrueber, denn sie hatten Angst sich abzuseilen! Tjaaaaa da sieht man mal wieder was hinter grossen Klappen stecktJ
Naja der Teil der dann kam, war nicht so spannend...nur warten, wartn, warten...
Als alle durchwaren, sagte und der Lehrer, der von oben sicherte, dass noch vielleicht 3-4 ein zweites Mal Abseilen koennten Das passte perfekt, denn es waren noch 4 uebrig, die das gerne noch einmal machen wuerden. Ich unter ihnen.
Wir holten die Haken und sie liessen mich anfangen. Ich nahm wieder die schwerere Route, doch diesmal war es noch spannender, denn die Flut kam jetzt ziemlich schnell und die Route ging direkt ueber einem Wasserfluss in die Felsen nach unten. Dort wurden die Wellen zusammengedrueckt –so waren sie hoeher- und natuerlich brachen sie sich auch mehr.
Unten stand Pat auf einem etwas hoeherem Felsen, der dann schon vom Wasser umspuelt war (bei meinem ersten Mal abseilen war noch alles drumherum trocken!) und machte Fotos und Videos mit meiner Kamera.
Jacky, die Referendarin zog mich dieses Mal auf die Felsen und wir beeilten uns, auf einen Felsvorsprung zu kommen, denn zwei sehr grosse Wellen kamen. Sie sagte mir, dass ich mich ein bisschen hinter ihr schuetzen sollte und mich gut an dem Seil, an das ich immer noch befestigt war, festhalten sollte.
Als die Wellen durch waren und das Wasser auf unserem Weg zu der Stelle, an der wir wieder hochkletterten, soweit abgeflossen war,liefen wir dorthin. Doch die naechtse Welle liess nicht auf sich warten. Pat und Jacky konnten beide auf einen Vorsprung springen, doch der Vorsprung in meiner Naehe war zu hoch und so sah ich die Welle kommen und im naechsten Moment stand ich schon mit beiden Fuessen bis zu den Knoecheln im Wasser.
Ich fand das mehr lustig als schlimm und durch die Schuhe und die dicken Socken kam mir das Wasser gar nicht so kalt vor.
Pat und Jacky waren total schuldbewusst, dass ich klatschnasse Fuesse mitten im Winter hatte, doch fuer mich war es nicht schlimm, denn ich wusste, dass ich noch ein paar Sportschuhe fuer die spaetere Tennisstunde mithatte. Ich kletterte dann also mit schweren Fuessen wieder nach oben –mit der Hilfe von Pat, denn es war nicht ganz einfach mit nass\rutschigen Schuhen.
Oben angekommen merkte ich, dass die anderen nicht mehr abseilen konnten. Da hatte ich schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen, aber ich glaube fuer sie war das jetzt nicht so schlimm.

 

Wir fuhren dann wieder zurueck zur Schule und dort angekommen, beeilte ich mich zu English Writing zu kommen. Es war, wie immer, langweilig.
Ich hatte meine Kamera bei Pat gelassen, damit er die Fotos vom Abseiling auf Cd brennen konnte und eigentlich wollte er sie mir waehrend des Unterrichts vorbeibringen, doch er kam nicht, denn er hatte keine Chance meine Klasse in dem Gewirr von Computerraeumen zu finden, in dem wir uns in der 2. Haelfte der Stunde immer aufhielten.
Nach der Stunde ging ich zum Outdoor –Ed Raum und Jacky gab mir die Kamera –also kein Problem! Dann ging ich zu den Tennisplaetzen. Der Lehrer war nicht da, so uebernahm Felix die Betreuung –fuer die ersten 5Minunten Dann ueberliess er uns unsselbst.
Ich spielte das erste Mal seit Jahren wieder Tennis –und das mit einem total bekloppten Jungen...Ich dachte, ich ware schlecht, nach so langer Zeit ohne Spielen, aber er konnte genausowenig, wenn nicht noch weniger und wenn er den Ball mal nicht perfekt getroffen hatte (also praktisch immer) rief er; fuck oder shit. Das nervte nach einer Weile ganz gewaltig. Dann spielten wir wir noch kurz Doppels, doch die anderen beiden Jungs waren ebenfalls schnell ziemlich genervt.
Ich war das einzige Maedchen, was Tennis spielt, aber das war nicht schlimm.
Um 16Uhr ging ich dann zur State Library und als ich abends zuhause ankam, war ich total fertig.
Nur noch Schuhe aus, warme Socken an (ich war ja barfuss in meinen Sportschuhen) und was warmes essen.
Kate war gegen Mittag fuer ein paar Tage nach Brisbane geflogen –dort war irgendein Meeting.

 

Am Mittwoch passierte nicht allzu viel. In Musik komponierte ich ein bisschen am Klavier (Suze, die Musiklehrerin besprach vorher ein paar wichtige Kriterien mit mir – das war echt eine super Hilfe!) und in Drama uebten wir unser Stueck weiter und waehlten Kostueme.
Ich spielte den Butler, doch leider gab es kein Pinguin-Kostuem. In Dance machten wir mal wieder nicht viel. Nur ein bisschen unser Group Piece voranbringen.
Dann wollte ich zu French Conversation gehen, doch Christane sagte mir, dass der Kurs gar nicht mehr existiert. Sie schlug mir vor, den naechsten Mittwoch ihre 10-Minuten Conversation mitzumachen.
Die naechsten 2Tage passierte ebenfalls nichts spannendes, ausser das Kate am Freitagabend wieder kam.

26.8.07 09:19

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